[ Über / Definition ]

KI-natives Kino ist das Filmmachen, bei dem künstliche Intelligenz eine primäre kreative Partnerin ist – nicht als kosmetische Ergänzung. HKAIIFF bewertet dies anhand eines Schwellenwerts von 51%+ über sechs kreativen Dimensionen.

Keine Filme mit bloß oberflächlich ergänzten KI-Werkzeugen

Viele Produktionen nutzen KI für Nachbearbeitung, Übersetzung oder ein paar Szenen. Das kann exzellente Handwerkskunst sein – es ist aber nicht dasselbe wie KI-natives Kino.

Wenn KI erst spät in der Postproduktion oder als Abkürzung für eine einzelne Abteilung zum Einsatz kommt, wird das kreative Grundgerüst des Films meist weiterhin auf herkömmliche Weise gestaltet. Die menschliche Absicht prägt den gesamten Verlauf.

KI-natives Kino kehrt diese Beziehung um: KI wird früh, wiederholt und strukturell eingeladen, um narrative Entscheidungen, Inszenierung, generierte Bilder, Schnitttempo, Sounddesign oder Postproduktion zu gestalten – mit menschlicher Führung weiterhin unerlässlich, aber nicht als alleinige kognitive Triebkraft durchgehend.

KI als primäre kreative Partnerin

Wir suchen eine sinnvolle KI-Beteiligung – nicht einzelne Tricks – in sechs ineinander verwobenen kreativen Bereichen:

Drehbuch
Ausarbeitung, Szenenlogik, iterative Dialoge und die Entwicklung des Drehbuchs, die gemeinsam mit KI geformt werden.
Regie
Blockierung, Schussplanung, tonale Referenzen oder Leistungsanmerkungen, die mit KI als Brainstorming-Partner entwickelt wurden.
Generierung
KI-generierte Bilder, Videos oder Weltaufbauten, die das Aussehen des Films materiell definieren.
Schnitt
Struktur, Tempo oder Montageentscheidungen, bei denen KI bei der Erkundung vieler Schnitte oder Erzählreihen unterstützt.
Ton
Musik, Design oder Mix-Explorationen, bei denen KI-generierte oder KI-unterstützte Elemente kreative Bedeutung tragen.
Postproduktion
VFX, Farbkorrektur, Finalisierung oder Mastering-Passes, bei denen KI-Arbeitsabläufe das finale ästhetische Ergebnis verändern.

Warum HKAIIFF diesen Standard definiert

Festivals und Märkte benötigen ein gemeinsames Vokabular. Ohne eine klare Trennlinie zwischen „einmal ein Werkzeug verwendet“ und „KI hat die Arbeit mitgeschrieben“ können Zuschauer, Jurys und Plattformen Filme nicht fair vergleichen.

HKAIIFF veröffentlicht den Standard einer kreativen KI-Beteiligung von mindestens 51 %, damit Teams ihre Arbeit vor dem endgültigen Bildschnitt selbst einschätzen können. Der Ansatz ist bewusst ganzheitlich: Keine einzelne Kennzahl entscheidet über die Teilnahmeberechtigung, denn Kino hat mehrere Dimensionen.

Unser Ziel ist pragmatisch: Filme heben, bei denen KI die Erzählung verändert, während Offenlegungen und Verifizierungen für Einreichende und Prüfer praktisch bleiben.